Montag, 19. Februar 2018

Perfektionisten-Fasten

Heute starte ich ein Fasten der etwas anderen Art: Das Perfektionisten-Fasten. Was hat es damit auf sich? Ich versuche, in der Zeit bis Ostern so gut es geht die kleine Perfektionistin in mir zu besänftigen. Ein spannendes Übungsfeld ist hierfür das Texte schreiben. Denn eigentlich würde ich auch hier im Blog gerne viel regelmäßiger Beiträge veröffentlichen. Doch das lässt die kleine Perfektionistin in mir nur ungern zu.


Die hat nämlich den Anspruch, dass die Beiträge über die Jahre hinweg nun immer fundierter, ausgefeilter sein sollten. So saß ich beispielsweise an meinem vorletzten Blogbeitrag zum Thema „Hand auf’s Herz: Was bringt Achtsamkeit wirklich?“ insgesamt einen Tag lang. Ein Zeitinvest, der sich sicherlich gelohnt hat – mit diesem Artikel ist meine kleine Perfektionistin wirklich zufrieden, zumal Dr. Britta Hölzel ihn in Bezug auf die wissenschaftlichen Fakten sogar nochmals „abgesegnet“ hat. Mir einfach mal eben einen Tag nur zum Schreiben rauszunehmen ist aber im Alltag ziemlich schwierig geworden. Und so vergeht leider immer mehr Zeit, ohne dass neue Beiträge erscheinen, was ich echt schade finde: Denn im Grunde macht mir das Schreiben total Spaß!

Im Telefonat mit einer Freundin gestern ist dann die Idee mit dem Perfektionisten-Fasten entstanden. Ich hatte ihr von meinem eigenen Anspruch ans Texten erzählt und sie hat mir wiederum gestanden, dass sie die langen Blogbeiträge aus Zeitgründen meist gar nicht liest. So habe ich beschlossen, in der verbleibenden Fastenzeit bis Gründonnerstag (29. März) drei Mal wöchentlich den Timer auf eine halbe Stunde zu stellen. In dieser Zeit widme ich mich voll und ganz dem Schreiben – ohne viel korrigieren, neu ansetzen, kritisch überdenken. Herauskommen sollen verschiedene Artikel zum Thema Achtsamkeit: Kürzere, „gut verdaubare“ Lesehäppchen.

Mein Ziel ist es, einfach wieder in einen richtigen Schreibfluss zu kommen, Leichtigkeit und Freude beim Schreiben zu spüren. Und ich bin echt gespannt, wie es mir damit ergeht und was die kleine Perfektionistin in mir dazu sagt.

Da laut Timer gerade die letzten fünf Minuten angebrochen sind, wollte ich die Gelegenheit noch gerne nutzen, um Dich zu fragen, ob Du vielleicht besondere Themenwünsche hast. Falls ja, schreibe mir gerne unten einen Kommentar dazu oder sende mir eine E-Mail an achtsamimalltag(at)gmail.com. Ansonsten werde ich gleich morgen einen Redaktionsplan erstellen – ein kleiner Themenpool ist über die letzten Jahre schon entstanden.

Ich freue mich auf die kommenden Tage und Wochen!



1 Kommentar:

  1. Ich folge deinem Blog noch nicht so lange, daher weiß ich nicht, ob du nicht schon einmal was dazu geschrieben hast. Aber ich beschäftige mich noch nicht lange mit Achtsamkeit und suche noch einen Weg, wie ich das gut in den Alltag integrieren kann. Also nicht nur morgens und abends, wenn man sich bewusst dafür Zeit freischaufeln kann, sondern auch im Büro oder in anderen stressigen Situationen. Gibt es kleine Kniffe, die man dann anwenden und trainieren kann?
    Viele Grüße,
    Melissa

    AntwortenLöschen