Was ist Achtsamkeit?

Der Begriff der Achtsamkeit hat viele Facetten und lässt sich schwer auf einen Aspekt oder einen einzigen Satz reduzieren. Ich versuche mich dennoch an einer kurzen, knackigen Beschreibung nach Jon Kabat-Zinn.

3 wesentliche Aspekte von Achtsamkeit

Im Kern geht es beim Thema Achtsamkeit darum, bewusst und vorurteilsfrei bzw. wohlwollend mitzubekommen, was im gegenwärtigen Augenblick vor sich geht – sowohl in Dir selbst als auch um Dich herum. Sprich: Du nimmst aufmerksamer Deine Gedanken, Gefühle und Körpersignale wahr und kannst dadurch bewusster und selbstbestimmter handeln, statt automatisch oder vorschnell auf äußere Reize zu reagieren. Du bemerkst beispielsweise schneller, wenn Du gedanklich abgeschweift - also im "Autopilot-Modus" - bist. So kannst Du Dich wieder konzentrierter Deinen Aufgaben oder Gesprächspartnern zuwenden. Gleichzeitig hast Du ein besseres Gespür für andere Menschen, weil Du präsent und klar bist.

Du stellst auch rascher fest, wenn Dich im Alltag etwas belastet oder stresst. Zudem lernst Du, bestimmte Umstände so anzunehmen wie sie sind und kannst dadurch insgesamt mit schwierigen Situationen leichter umgehen. Außerdem verstehst Du immer besser, was Dir wichtig ist und Du gerade brauchst. So kannst Du Dein Leben aktiv gestalten und selbstverantwortlich für Deine körperliche und psychische Gesundheit sorgen.

Positive Auswirkungen von regelmäßiger Achtsamkeitspraxis

Zahlreiche wissenschaftliche Forschungsergebnisse belegen die medizinische Wirkung von Achtsamkeit. Wenn Du regelmäßig übst, kann Achtsamkeitstraining folgende positive Begleiterscheinungen haben:

  • Du wirst innerlich ruhiger und gelassener (z. B. in Stresssituationen...)
  • Du kannst Dich schneller und langfristiger entspannen (z. B. vor dem Einschlafen...)
  • Du nimmst Deinen Körper und seine Bedürfnisse besser wahr (z. B. Müdigkeit, Erschöpfung, Hunger...)
  • Du kannst Deinen Gemütszustand besser wahrnehmen und mitteilen (z. B. Angst, Freude...)
  • Du kannst psychische Symptome vorbeugen und vermindern (z. B. Depressionen, Burnout...)
  • Du lernst mit körperlichen Symptomen besser umzugehen (z. B. Migräne, Rückenschmerzen...)
  • Du fühlst Dich insgesamt ausgeglichener und zufriedener (z. B. Dankbarkeit für das, was ist...)


Jahrtausendealte Wurzeln und moderne Vorreiter

Zwar hat die Achtsamkeit jahrtausendealte Wurzeln im Buddhismus - zu den großen Vorreitern der westlichen Welt zählt aber vor allem Jon Kabat-Zinn. Er hat die Bedeutung der Achtsamkeitspraxis für unsere Gesellschaft und Gesundheit in den letzten Jahrzehnten vorangetrieben. Auf Englisch bedeutet Achtsamkeit übrigens "Mindfulness", was den Aspekt im vollen Bewusstsein zu handeln, bereits im Begriff selbst widerspiegelt.

Probieren geht über studieren!

Über Achtsamkeit lässt sich noch so viel theoretisch erzählen... Am besten aber ist,  Du erfährst sie einfach selbst. Vielleicht sind meine Blogartikel eine Inspirationsquelle, wie Du Achtsamkeit in Deinen Alltag integrieren kannst. Ein weiterer Zugang sind spezielle Achtsamkeitstrainings, wie z.B. der AchtSamstag, den ich zusammen mit dem Entspannungspianisten Steffen Grell veranstalte.

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