Dienstag, 10. Juni 2014

Mein Monatsexperiment: Tägliche Natur-Streifzüge

Bei dem herrlichen Wetter habe ich die letzte Zeit mehr an der frischen Luft und weniger am Computer verbracht, so dass mein aktueller Blogbeitrag wieder etwas später kommt. Dafür habe ich eine schöne Inspiration für ein neues Monatsexperiment im Gepäck: Und zwar möchte ich den Juni nutzen, um bei einem täglichen Spaziergang die Natur mit allen Sinnen zu genießen!


Dieses Experiment passt auch deshalb aus meiner Sicht gut in den Juni, weil ich damit die längsten Tage des Jahres richtig schön auskosten kann. So bin ich total flexibel und kann mir ganz unterschiedliche Spaziergang-Varianten vorstellen: Direkt morgens nach dem Aufstehen oder vor dem Weg zum Bus eine kleine Runde über die nahe gelegenen Felder spazieren. In der Mittagspause eine kleine Runde auf der Stuttgarter Karlshöhe drehen, die zum Glück auch nur wenige Gehminuten von meinem Arbeitsplatz entfernt ist. Oder am Abend auf dem Heimweg noch einen Abstecher ins Blühende Barock machen. Natürlich kommen noch viele weitere schöne Fleckchen in der Nähe in Betracht - an Möglichkeiten mangelt es ja selbst in größeren Städten nicht. Es geht einfach nur wie bei jedem Monatsexperiment darum, mir selbst Zeit dafür einzuräumen. Und mein Vorhaben ganz praktisch in meinen Alltag zu integrieren. Und darauf freue ich mich!
Die Natur bewusst wahrnehmen 

Denn selbst, wenn schon längst alles grünt und blüht, so gibt es bestimmt jede Menge wahrzunehmen - heute zum Beispiel den intensiven Geruch von Sommerregen :-) Außerdem bin ich schon gespannt, was sich innerhalb der nächsten Wochen so alles in der Natur  tut. Bei meinem letzten Spaziergang haben beispielsweise gleich bei mir am Feldrand massenweise die Hagebutten geblüht - hier rechts im Bild zu sehen. 

Innehalten und genießen

Das Bild von dem Sonnenuntergang ist übrigens auf dem gleichen, sehr ausgedehnten Abendspaziergang entstanden. Und das gehört für mich auch dazu: Stehen bleiben und einen schönen Anblick - einfach den Moment - genießen. Oder sich auf eine Bank setzen, die Augen schließen und den Geräuschen um mich herum lauschen. Langweilig wird es bestimmt nicht und ich freu mich schon jetzt auf diese Art von Kurz-Urlauben in meinem Juni-Alltagsleben :)

Rückblick auf mein Mai-Experiment: Entspanntes Bahnfahren

Mein Mai-Experiment habe ich wirklich jeden Tag konsequent durchgezogen und ich glaube, mir hätte ohne mein "Entspanntes Bahnfahren am Morgen"  wirklich was gefehlt. Deshalb habe ich beschlossen, auch weiterhin an diesem lieb gewonnenen Ritual festzuhalten und jeden Morgen 15 Minuten lang mit geschlossenen Augen in der Bahn meine kleine PME-Session abzuhalten.

Was mich wirklich erstaunt hat: Bis heute hat niemand auf meine Übung reagiert - keine irritierten Blicke, kein lautes Losprusten - nicht mal beim Gesicht-Runzeln (an dieser Stelle blinzle ich jedes Mal hinterher ganz kurz neugierig durch die geschlossenen Augenlider ;)). Ich habe einfach für mich festgestellt, dass meine Sitznachbarn meist mit sich selbst beschäftigt sind: Mit ihrem Smartphone, mit einem Buch, mit Schlafen, aus dem Fenster schauen oder vertieft in ein Gespräch. Vielleicht bin ich aber auch einfach so in meiner Übung versunken, dass mich andere gar nicht wirklich wahrnehmen. Neulich saß beispielsweise die ganze Fahrt über eine Bekannte neben mir, die ich erst bemerkte, als ich am Stuttgarter Hauptbahnhof wieder die Augen öffnete. Sie war ebenfalls überrascht, dass sie sich zwar neben mich gesetzt, mich aber gar nicht bemerkt hatte. So viel zum Thema Achtsamkeit :)

Jedenfalls kann ich jeden, der gerne mal eine Entspannungsübung wie die Progressive Muskelentspannung in der Bahn üben möchte, nur ermutigen: Traut euch - die anderen denken nicht so viel über euch, wie ihr vielleicht meint, dass sie es tun. Und selbst wenn sie es tun - was ist schon Schlimmes dabei?


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